Sprache deutsche versionenglish version
 

Modulbau und ein schwebender Bagger

Eine Gebäudeplattform auf 44x24m, ohne Beton, zwei Monate Zeit – solche Herausforderungen bringen die Krinner Montage GmbH erst so richtig auf Touren. Ein Baubericht.

Die Richtofferte ist kaum gedruckt und bereits läuft die Zeit: Innert zwei Monaten soll die Gebäudeplattform  für ein neues Bürogebäude der Baufirma ERNE in Stein (AG) stehen. ERNE arbeitet auch bei Aufträgen ihrer Kunden mit Krinner zusammen, so ist es nur folgerichtig, dass das eigene Modulgebäude auf einer modulen Gebäudeplattform zu stehen kommen soll.
Basierend auf dem erfolgreichen Belastungsversuch wird das Fundamentkonzept erstellt. Dieses Konzept beinhaltet die Berechnung und Bestimmung von Anzahl, Typ und Länge der Schraubfundamente sowie der Stahlträger.

Kaum ist aber die Berechnung fertig, entscheidet der Kunde, dass eine mögliche Aufstockung des Gebäudes um ein drittes Geschoss berücksichtigt werden solle, denn genau solche Möglichkeiten sind eine der unzähligen Vorteile bei Modulbauten. Sie werden fixfertig an den Bauort geliefert, wodurch sich die Bauzeit extrem verkürzt.

270 Schraubfundamente an der Zahl
Nach nur gerade drei Wochen ist die Fundamentplattform für das Bürogebäude mit den imposanten Massen von 44x24m fertig. Im Boden eingedreht sind 200 Krinner Schraubfundamte (KSF) vom Typ M114x3500 und 70 KSF vom Typ M140x2100. Die einzelnen Lastpunkte können mit bis zu 15 Tonnen belastet werden. Dank dieser innovativen Technologie braucht es keinen mühsamen Aushub und keine einzige Kelle Beton mehr. Die Möglichkeiten, für was man alles Krinner Schraubfundamente einsetzen kann, sind so vielseitig wie die Baubranche selbst. Schraubfundamente sind schnell und sauber eingedreht und werden sowohl bei temporären wie fixen Bauten eingesetzt.

An dem Tag, als die Gebäudemodule angeliefert werden, kommt die böse Überraschung: Bei der ursprünglichen Planung war eine Lastlinie vergessen gegangen. Eine schnelle Lösung muss her, damit alles planmässig weiterlaufen kann. Weil das Baugerüst bereits erstellt ist, muss der Bagger inklusive Baggeranbaugerät (KRB 250 mit bis zu 30 000 Nm) irgendwie ins Innere des Gerüsts gehievt werden – aber wie? Der für die Modulversetzung bereitgestellte Kran bringt die Lösung; mühelos fliegt der Bagger über das Gerüst und kommt im Inneren zu stehen, wo schliesslich die fehlenden Fundamente zusätzlich eingedreht werden.

Der Baufirma ERNE wurde dank der betonlosen Gebäudeplattform viel Bauzeit und viel Beton erspart. Zusätzlich hatten die ERNE-Mitarbeiter das Vergnügen, einmal im Leben einen schwebenden Bagger zu sehen.

 

Bildergalerie